Archiv für den Monat: April 2021

Kleine Tour an die westlichste Spitze Portugals

Gestern bei wunderbarem Wetter über Lagos nach Sagres gefahren und bei Rotwein und Calamaris  die Sonne genossen.

Eigentlich hätten wir ja gerne wieder wie bei unserem letzten Besuch 2009 in Portugal an der westlichsten, sehr windigen Spitze Portugals die ziemlich bekannte “letzte Bratwurst vor Amerika” gegessen. Diese Idee hatte ein Deutscher, der an dieser Spitze seit Jahren einen Bratwurststand führte und seine Wurst dort unter diesem Titel sehr erfolgreich anbot. Leider war der Wagen nicht da, möglich wegen Corona.

Fleisch essen wir schon sehr lange fast keines mehr (Flexitarier). Manchmal hat man aber doch Lust auf ein gutes Stückchen.
Da es in Porches einen sehr guten deutschen Metzger gibt, war zur Abwechslung irgendwann dann grillen in unserem Gärtchen angesagt. Alle Utensilien waren ja da, also ging es los. Und es hat so gut geschmeckt. Auch hatten wir mehrmals leckere Fische auf dem Grill.

Nun ist die Außengastronomie in Portugal wieder offen und die Menschen freuen sich. Allerdings befürchte ich das die Zahlen bald wieder ansteigen werden da die Portugiesen beim Impfen auch nicht die schnellsten sind. Wir haben vor bald Richtung Heimat aufzubrechen. Wenn man die Nachrichten aus Deutschland so verfolgt dann muss  man feststellen das die auch nichts auf die Reihe kriegen.

Strand bei Sagres - Portuugal

Was sonst noch passierte.

Eines Tages stand Aline mit einem Hühnerei in der Hand vor unserer Tür. Dieses entpuppte sich dann schnell als ein Ei, in dem ein Küken rumpiepste. Die Henne hatte das Ei wohl links liegen gelassen so das es am auskühlen war. Es wollte schlüpfen, aber es war zu kalt und ungemütlich. Wir wollten es aber auf jeden Fall retten und ihm dabei helfen. So stellten wir unseren Backofen auf 37,5 Grad ein und legten das Ei hinein. Tatsächlich ist nach ca. 2 Stunden das kleine Küken geschlüpft, nachdem es vorher immer durch ein kleines Loch in der Eierschale heraus gelugst hatte. Es war so süß und hat einen ziemlichen Krach gemacht. Wir haben ihm den Namen Blue gegeben und später zur Mutter gebracht, damit es sich unter ihr wärmen und einkuscheln konnte. Leider am nächsten Tag war das Kleine von der Mutter am Kopf ziemlich gehackt worden, sodaß dort alles blutig war und die Federn fehlten. Es war sehr knapp für ihn. Sie mochte und wollte ihn nicht. Also ein letzter Versuch. Wie ein kleines Kuckucksei legten wir Blue unter eine andere Henne, und die nahm ihn an und kümmerte sich rührend um ihn. Er lebt bis heute und es geht ihm gut. Manchmal sind Adoptievmütter doch die besseren Mütter.

Wir sind noch da.

Es ist einige Zeit vergangen und nun wollen wir wieder einmal zur Erinnerung einiges loswerden.

Durch Corona wurden unsere Unternehmungen durch die portugiesische Regierung sehr eingeschränkt. So wie wir unseren ganzen Winterausstieg aus Deutschland geplant hatten wurde es bislang leider nicht. Wir wollten Portugal, Land und Leute kennenlernen. Das gute Essen, die wunderschöne Natur, die so schönen kleinen und größeren Dörfer und Orte an der Algarve. Leider.

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