Neue Varta Starterbatterie 95Ah Monat 09/26

Platz & Gewicht gespart: Hilux Vigo Umbau auf eine Starterbatterie & festen Kompressor-Einbau

Wer mit dem 4x4 Overland unterwegs ist, kennt das Problem: Platz und Gewicht sind Mangelware. Jedes Kilo weniger und jeder gewonnene Zentimeter im Motorraum ist ein Gewinn.

Bei unserem Toyota Hilux Vigo standen ohnehin neue Batterien an – die perfekte Gelegenheit für ein cleveres Upgrade! Wir haben das originale Doppelbatterie-System auf eine einzige, kraftvolle 95Ah Varta Batterie umgerüstet und den dadurch freien Platz im Motorraum optimal genutzt.

Warum zwei Starterbatterien, wenn auch eine reicht?

Toyota hat den Hilux Vigo für den nordeuropäischen Markt ab Werk mit zwei Starterbatterien ausgeliefert, um die Kaltstarteigenschaften im tiefen Winter zu verbessern. Modelle für den Süden kamen hingegen mit nur einer Batterie aus. Da wir im Winter ohnehin nicht im eisigen Norden unterwegs sind, stellte sich uns die Frage: Warum dauernd 20 Kilo Extragewicht spazieren fahren? Die Entscheidung war gefallen – eine Batterie fliegt raus.

Die Herausforderung: Wohin mit dem T-MAX 160 Kompressor?

Schon seit einigen Jahren begleitet uns der T-MAX 160 Kompressor im Hilux. Wenn du oft in Afrika oder in sandigen Regionen unterwegs bist, geht es ohne Kompressor einfach nicht: Luft ablassen bei extrem harten Wellblechpisten oder tiefem Sand, und auf Asphalt natürlich wieder aufpumpen. Bisher flog der Kompressor jedoch lose im Fahrzeug herum und war eigentlich immer im Weg.

Die Idee: Den T-MAX genau dort fest zu installieren, wo vorher die zweite Batterie saß!

Das Gewinde-Problem und die clevere KI-Lösung

Ganz so einfach machte es uns die Form des T-MAX 160 allerdings nicht. Die hintere Schlauchtülle verlängert den Kompressor zusätzlich, sodass er kaum in die Lücke passte. Also schraubte ich die gerade Tülle heraus. Das Gewinde entpuppte sich als M12x1,25 Feingewinde. Mein Plan, einfach eine 90-Grad-Winkeltülle einzuschrauben, scheiterte schnell an der Realität: Dieses spezifische Maß war im Netz einfach nicht aufzutreiben.

Sogar die KI kapitulierte zunächst bei der direkten Suche, lieferte dann aber den entscheidenden Tipp: Der Umweg über ein Reduzierstück! Nachdem ich alle Maße eingegeben hatte, rechnete die KI aus, dass der Platz ausreicht, und spuckte die passenden Teile aus. Fündig wurde ich beim Industrie-Ausrüster Landefeld.

Falls du den Umbau nachbauen möchtest – diese Teile benötigst du:

  • Reduzierstück: M12x1,25 (Außengewinde) auf G 1/4“ (Innengewinde), Messing (Landefeld-Artikelnr.: RN M12x1,25-14 MS)
  • L-Gewindetülle: G 1/4“ auf 9 mm (3/8“), Messing (Landefeld-Artikelnr.: LGT 149 MS)

Der Einbau: Bombenfest wie eine Batterie

Für die Montage habe ich mir eine passende Multiplexplatte zugeschnitten. Der T-MAX wurde darauf mitsamt seinen originalen Gummifüßen verschraubt.

Der Clou bei der Befestigung: Unter der Multiplexplatte habe ich zwei passende Gummifüße montiert. Diese fügen sich beim Einsetzen exakt in die vorhandenen Löcher im Motorraum ein, in denen vorher die Kunststoffnoppen der weißen Batterie-Unterlage saßen. Das verhindert absolut zuverlässig ein Verrutschen. Gesichert wird das Ganze schließlich bombenfest über eine Art geänderte Batteriehalterung.

Das Ergebnis: 20 kg Gewicht gespart, der Kompressor hat endlich seinen festen, geschützten Platz im Motorraum und ist jederzeit einsatzbereit – ohne dass wir im Innenraum wertvollen Platz blockieren!

T MAX im Motorraum 1920x1440 20260910.jpg Varta 95Ah Starterbatterie 1920x1440 20260910.jpg Reduzierstueck 1080x790 20260912.jpg Befestigung T MAX 160 1080x810 20260912.jpg Einbaumaße Reduzierstück